Friday, January 06, 2006

Freitag, 6. Januar 2006

Jerusalem ist unglaublich! Soviele unterschiedliche Menschen haben wir noch nicht auf einem Haufen gesehen. Unser Hostel liegt im arabischen Viertel. Wenn man aus der Tuer herausgeht kommt man erstmal in einen riesigen arabischen Bazar. Das ist faszinierend und nervtoetend zugleich, denn alle wollen einen irgendwas verkaufen und es ist immer billiger als an den Stand 5 meter weiter. Altstadt ist aber nicht sehr gross und es dauert nicht lange, bis man in das christliche viertel gelaufen ist. Im anschliessenden armenischen Viertle haben wir uns heute zuerst das armenische Museum angeschaut. Es befindet sich im Hinterhof eines grossen Wohnhauses und erzaehlt sehr beeindruckend hauptsaechlich die Geschichte um den Genozid an den Armeniern, durch die Tuerken, vom Jahr 1915 an.

Danch gingen wir weiter richtung Suedwesten der Altstadt, wo wir dann auf das Holocausthaus stiessen. Der Mann am Eingang reagierte, als wir auf die Frage nach unserer Herkunft "Germany" antworteten, mit einem tiefen Schlucken und sagte uns, dass der Eintrittspreis fuer Studenten sich auf sechs Schekel beliefe. Das Museum war sehr interessant und enthielt erstaunlich viele Bilder und Photographien aus der Zeit des Holocaustes. Dazu waren im Museum verteilt 600 Mamortafeln an den Waenden, die alle juedischen Gemeinden nannten, die durch die Nationalsozialisten bis 1945 zerstoert wurden. Sehr beeindruckend und ein kleiner Vorgeschmack auf Yad Vaschem, die Holocaustgedenkstaette, die wir uns in den naechsten Tagen anschauen werden.

Danach irrten wir mehr oder weniger unkoordiniert durch die Altstadt, bis wir endlich den Weg zur Klagemauer gefunden hatten. Dort mussten wir wieder eine lange Sicherheitskontrolle ueber uns ergehen lassen, die sich aber gelohnt hat. Auch wenn man nicht juedischen Glaubens ist fuehlt man an diesem Ort die enorme religioese Bedeutung und Tragkraft, die er fuer alle Juden in der Welt besitzt. Wir beschlossen dann aber bald den Platz vor der Klagemauer zu verlassen, um in den Abendstunden, zum Shabbahtgebet wiederzukommen.

Dann ging die grosse Verwirrung wieder los, denn wir versuchten wieder ins christilche Viertel zu gelangen. Circa 1,5 Stunden spaeter und um 10 Shekel aermer, die wir an zwei unprofessionelle, minderjaehrige "Touristenfuehrer" abdruecken mussten, gelangten wir dann an die Grabeskirche. Zu unserer Ueberraschung befand die sich direkt neben unserem Hostel, wir konnten nur nicht den englischen Namen dem deutschen im ADAC-Reisefuehrer zuordnen.

Die Grabeskirche birgt angeblich das Grab Jesus in sich, und wird von vier verschiedenen Kofessionen unterhalten. Jede einzelne, die Armenische, die griechisch Ortodoxe, die Katholische und die Protestantische haben ihren eigenen Teil in der Kirche. Alle sind unterschiedlich geschmueckt, aber alle erzaehlen die gleiche Geschichte von Leiden Jesus.

Da uns das wenig beeindruckt machten wir uns bald wieder auf dem Weg ins juedische Viertel und zur Klagemauer. Dabei fanden wir auch einen Weg sich nicht durch die engen Gassen zu zwaengen, zwar ueber die Daecher der Stadt. Dabei wurden wir auch von mehreren Juden ueberholt, die alle zum Freitagsgebet eilten. An der Klagemauer sahen wir dann hunderte glaeubige Juden in schwarzen Anzuegen und grossen Hueten, die alle an der Mauer standen und ihre Koepfe wippend dagegen neigten. Aus Respekt vor den Betenden haben wir keine Fotos gemacht, es bleibt aber ein tiefer Eindruck in unseren Koepfen.

Dann machten wir uns auch schon bald wieder auf den Weg zum Hostel, kauften noch etwas Brot fuers Abendessen. Im Hostel haben wir noch zwei weitere Deutsche getroffen, die sich hier in dr Stadt schon besser auskennen. Mit denen werden wir dann heute Abend mal durch die Stadt ziehen.

Ansonsten ist unser Plan fuer dienaechsten Tage noch etwas wage. Man wird sehen ...

Schoene Gruesse aus Jerusalem von Christian(Autor des Beitrags) und Alex

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