Wednesday, January 11, 2006

Montag bis Mittwoch, 11/01/2006,

So, mittlerweile haben wir Jerusalem verlassen, haben eine Nacht am Toten Meer verbracht und sind seit ein paar Stunden in Eilat.

Am Montag sind wir relativ frueh aufgestanden, denn wir hatten grosses vor. Als erstes versuchten wir zum dritten Mal auf den Tempelberg zu gelangen und die Al-Aqsa Moschee und den Felsendom zu sehen. Wie auch die Male zuvor wurden wir von den israelischen Sicherheitskraeften abgewiesen, diesmal aber mit einer praezisen Angeabe, wann und wo wir denn nun den streng abgeriegelten Templeberg betreten duerfen. Es gibt naemlich nur zwei Eingaenge fuer nicht-Muslime und die sind auch nur ein paar Stunden am Tag offen.
Wir merkten uns die Hnweise der Soldaten und machten uns wieder auf den Weg ins juedische Viertel. Da besuchten wir erst die vier Sepharidischen Synagogen. Vier, weil die Synagogen nach dem Krieg im Jahr 1967 wieder aufgebaut wurden und zu einer Grossen zusammengeschlossen. Recht interessant. danach gingen wir weiter durch die Altstradt und fanden "Das Verbrannte Haus". Wir wussten nicht so recht, was uns da erwartet, gingen aber mit der Aussage des Pfoerteners, es sei eine audoivisuelle Show, trotzdem rein. Die 20 Shekel, die er von uns verlangte waren aber alles andere als gut investiert. Es war die Ruine eines alten Hauses, das in der Zeit der Einnahme der Stadt durch die Roemer gestanden haben soll. Daraus hatte man dann versucht eine Art Soap-opera zu konstruieren, mit einem Sohn, der gegen seine Elten rebelliert, ein bisschen Love-Story und so weiter. Ziemlich kitschig und in keinster Weise interessant oder informativ. Wenigstens konnten wir damnit die Zeit totschlagen, bis wir auf den Tempelberg konnten.

Gegen 12:30 warteten wir dann mit ca 150 anderen Leuten vor einer Bruecke, die an der Klagemauer vorbei, an die Suedseite des Berges fuehrt. Die Sicherheitskontrollen waren wieder sehr ausfuehrlich und als wir dann den Platz vor der Al-Aqsa Moschee betraten traf uns erstmal der Schlag von der himmlichen Ruhe, die zwischen den zwei wichtigsten Heilligen Staetten der Muslime in Jerusalem herrschte. Wenn man das arabische Viertel, mit seinen lauten und hektischen Bazaren kennt, ist man davon wirklich sehr ueberrascht. Enttaeuscht mussten wir uns aber sagen lassen, dass wir weder in die Moschee, noch in den Dom eintreten durften. Und so begnuegten wir uns damit ein paar Fotos zu machen und bald auch schon wieder zu gehen.

Danach zog es uns dann zu einer der unbekannteren Sehenswuerdigkeiten in Jerusalem. Das Grab Oskar Schindlers. Der Mann, der in seiner Fabrik bis zum Kriegsende 1200 Juden vor dem sicheren Tod bewahrte, wurde auf eigenen Wunsch auf den Lateinischen Friedhof in Jerusalem begraben. Als wir nach langem Suchen der Friedhof endlich fanden, mussten wir auch hier feststellen, dass man sich in Jerusalem auf eigenartige Oeffbugszeiten einstellen muss. Er war zu. Darauf beschlossen wir, da auch das israelische Museum auch schon zu hatte, einfach in die neue Stadt zu fahren und uns ein Busticket fuer den naechsten Tag zu besorgen.

Als wir dann wieder in unserem Hostel ankamen, war auch schon Anton, ein Suedafrikaner aus unserem Kibbutz, im Hostel angekommen. Nach ein bisschen Plaudern gingen wir dann Abends noch mit ihm in den neueren Teil der Stadt, um ihm, als erfahrene Kenner der jerusalemer Ausgehszene ein paar Bars und Pubs zu zeigen.

Am naechsten morgen stiegen wir dann frueh aus den Betten, denn wir wollten ja noch weiter durchs Land reisen. Nach dem Auschecken und so weiter stiegen wir dann in unserem Bus ans Tote Meer. Auf dem Weg dahin sahen wir einige Beduinen-Canps, die eher aussahen als waeren die einst wandernden Leute unter ziemlich armen Bedingungen sesshaft geworden. Irgendwann kamen wir dann am tiefsten Punkt der Erde an und Stiegen in der Naehe des Ein-Gedi Youth Hostels aus dem Bus.

An der Rezeption erkundigten wir uns erstmal nach den Preisen und bekamen einen ziemlichen Schock, als man uns 100 Shekel pro Nacht sagte. Immerhin waren wir 25 Shekel pro Nacht von Jerusalem gewohnt. So liefen wir erstmal weiter durch die Gegegend, um nach einer billigeren Alternative zu suchen. Da wir uns aber augenscheinlich in der Wueste befanden gab es nicht billigeres und wir mussten uns dort ein Zimmer nehmen. Das war dafuer sehr sauber und mit eigener Dusche und TV ausgestattet. Doch die Hauptattraktion lag direkt vor der Tuer. Das Tote Meer. Und es Stimmt wirklich. Man kann darin einfach so auf dem Wasser liegen, ohen zu schwimmen. Richtig schwimmen ist auch schwierig, weil sofort, wenn man das Wasser in die Augen oder den Mund bekommt brennt es entweder hoellisch oder es schmeckt sehr sehr Salzig. Es war aber sehr angenehm und entspannend. Danach gingen wir auf unser Zimmer und blieben auch den ganzen Abend dort, weil es nichts weiters zu Tun gab.

Am naechsten Morgen gingen wir dann frueh aus unserem Zimmer, um sehr ausgiebig unser verdammt teures Fruehstueck zu geniessen, bei dem wir auch ordentlich was mitgehen liessen. Danach liefen wir dann zu dem nebenan gelegenen Ein-Gedi Nationalpark. Dort erwartete uns fuer wiederum 20 Shekel, die sich diesmal aber mehr lohnen sollten, mehrere Felsspalten, durch die kleine Fluesschen liefen. An den Seiten der Flusslaeufe hatten sich dan eindrucksvolle Pfanzen gebildet, von denen sich dann die Tiere ernaehren koennen. Besonders die Steinboecke waren sehr zam und man konnte sie aus naechster Naehe beobachten und photographieren.

Auf dem zweiten Pfad gab es dann weniger Tiere zu sehen, dafuer aber umso eindruckvollere Felsformen, die anscheinend durch urzeitige Erbeben entstanden sind. Als wir uns kurz vor dem Ziel befanden fing es allerdings Hefitg an zu regnen, was uns aber nicht davon abhielt, bis zum Ende weiterzulaufen. Auf dem Rueckweg mussten wir aber ein paar Minuten Pause unter einem Felsen machen, weil es so stark regnete, dass die Wege von kleinen Baechen durchzogen waren und das Wasser kleine und grosse Felsbrocken von den Haengen runterspuelte. Nach der Pause gingen wir dann mit einer kleinen deutschen Reisegruppe bis zum Anfang zurueck. Dort angekommen beschlossen wir dann auf die zweite Sehenswuerdigkeit, die wir uns vorgenommen hatten, zu verzichten, zogen uns auf der Toilette trockene Klamotten an und tranken erstmal einen Kaffe.

Wir warteten dann fast zwei Stunden auf unseren Bus nach Eilat, konnten aber dann in der Sonne sitzen; es hatte mittlerweile aufgehoert zu regnen. Als der Bus kam wollte der Busfahrer gleich ohne uns weiterfahren, er hatte es sehr eilig. Sein Fahrstil war auch sehr rassant und wir waren sehr gluecklich, als wir wirklich in Eilat am Roten Meer in einem Stueck ankamen. Dort trafen wir dann einen Englaender, der auch mit uns im Hostel am Toten Meer war und suchten uns mit ihm ein Hostel. Am Ende fanden wir eines und gingen zum Supermarkt, um Essen zu kaufen. Es gab Wuerstchen mit Eiern und Kaese. Sehr unkoscher!! Aber es war lecker. Heute Abend werden wir uns die Pubs hier mal angucken und uns auf morgen Abend vorbereiten. Denn dann kommen die Schwedinnen nach Eilat und dann wollen wir mal richtig weggehen.

Soweit fuer die letzten Tage. Alles gute aus dem (*hoffentlich) sonnigen Eilat.

Christian unsd Alex

1 Comments:

At 11:43 PM, Anonymous Stefan said...

Hey Jungs! Ich hab eben mal aufgeholt. Seit ihr das Kibbuz verlassen habt hab ich vergessen zu lesen. Also eben mal "Jerusalem kompakt"-readup. Tolle Erlebnisse!
Noch viel Spass auf der weiteren Reise wünsch ich Euch.

Gruß,

Stefan

 

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