Saturday, January 07, 2006

Samstag, 7. Januar 2006

Um ueber den heutigen Tag zu berichten muss ich noch erzaehlen, was sich gestern abend zu getragen hat. Nachdem wir uns mit den deutschen die wir hier im Hostel kennengelernt haben ( ein Paerchen ) getroffen hatten, zeigten sie uns den Teil von Jerusalem, denn man nachts aufsuchen sollte. Die Ben Yehuda Street und den Zion Square. Obwohl Jerusalem als heillige Stadt bekannt ist und man ein vielseitiges Nachtleben wirklich nicht erwartet, wurden wir angenehm ueberrascht. Als erstes tranken wir mit dem deutschen Paerchen ein paar Bier in einer sehr schoenen Bar.

Nachdem sich unsere neue Bekanntschaft dann von uns verabschiedet hatte, beschlossen wir noch nicht nachhause zu gehen und uns das Nachtleben noch ein bisschen genauer anzuschauen. Wir besuchten zwei verschiedene Bars, die komplett unterschiedlich voneinander waren, und doch jede fuer sich etwas ganz besonderes. Nachdem wir dann in der letzten Bar auch schon ausser einer Menge Bier einen Cuba Libre getrunken hatten, sehnten wir uns nach einer moeglichkeit zu Tanzen. Wir fanden dann auch einen sehr schoenen Club, der aber fuer unsere Verhaeltnisse ziemlich Teuer war. Nachdem wir uns dann aber mit dem Tuersteher angefreundet hatten kamen wir billiger rein, sodass wir uns auch noch ein Bier leisten konnten. Der Club ist tagsueber ein Restaurant und wird Abends zu einer der besten Adressen in Jerusalem. Das Publikum bestand ausschliesslich aus Israelis, wir waren die einzigen Auslaender.

Nachdem wir so ca. 2 Stunden getanzt hatten beschlossen wir, dass es Zeit war nachhause zu gehen. Kurz bevor wir im Hostel ankahmen, um 5 Uhr morgens, weckte der Muezin die Glaeubigen Muslime zum ersten Gebet des Tages. Das war ein wirklich magischer Moment, die ganze Stadt ist voellig Still, und auf einmal ertoehnen von den vielen verschiedenen Minaretten der Stadt die Stimmen der Muezin. Es ist schwer sowas zu beschreiben, aber vielleicht koennt ihr nachvollziehen das dies ein sehr spezieler Momment war. Diese Stadt ist eben doch die heillige Stadt, ganz anders als alles was ich jemals in meinem Leben gesehen habe.

Am naechsten Morgen wachten wir relativ Fit gegen halb zwoelf auf. Nach einem kleinen Fruehstueck machten wir uns auf den Weg zum Felsendom. Leider waren wir etwas zu spaet dran, und so konnten wir ihn nicht besichtigen. Danach entschieden wir uns dazu, die Altstadt in Richtung Osten zu verlassen, und ueber den juedischen Friedhof auf den Oelberg zu gelangen. Der juedische Friedhof ist beeindruckend gross, wurde aber leider im Sechstagekrieg von den Jordaniern geschaendet, weshalb manche aelteren Graeber ziemlich kapput sind. Graeber ohne Grabstein oder mit Loechern sind dort keine Seltenheit.

Auf dem Oelber angekommen bekahmen wir einen Vorgeschmack davon, wie es in der Westbank aussehen muss. Auch den Schutzwall der diesen Fruehling errichtet wurde konnte man teilweise von dort oben erkennen. Der Schutzwall trennt juedische Siedlungen von Arabischen, und ist hoeher als die Berliner Mauer. Ueber den Nutzen dieses Walls scheiden sich die Geister, aber haesslich ist er auf jeden Fall. Auf dem Berg besichtigten wir eine russisch Orthodoxe Kirche. Ich weiss nicht ob man da einfach so reingehen kann, wir haben uns mehr oder weniger durch den Hintereingang reingeschmuggelt. Vom Garten der Kirche aus hatten wir einen wunderschoenen Ausblick ueber Jerusalem. Die Stadt ist wirklich schoen, und durch ihre Lage in diesem von Huegeln durchzogenen Gebiet ziemlich einzigartig.

Nun wollten wir noch unbedingt die Kirche Nationen besichtigen. Irgendwie haben wir es geschafft uns kraeftig zu verlaufen und sind dann durch eine ziemlich heruntergekommen Wohngegend und einen Olivenhein doch noch zum Ziel gekommen. War halt ein bisschen Querfeldein, aber was erwartet ihr? Strassen sind was fuer Weicheier :) Nachdem wir diese Kirche besichtigt hatten, die wirklich schoen war, machte sich der Hunger langsam bemerkbar, und wir begaben uns zurueck in die Altstadt. Es begann zu Regnen und im Hof einer Afrikanischen Kirche konnten wir uns unterstellen bis der Regen vorbeigezogen war. Dann gabs unser uebliches Essen, Pita Brot mit Humus. Das ist echt guenstig, schmeckt gut und macht auch einigermassen satt.

Nachdem wir unser Essen im Hostel zu uns genommen haben legten wir uns ein bisschen Schlafen. Als dann um 18 uhr der Shabbat zuende war, begaben wir uns in den neuen Teil von Jerusalem um Geld abzuheben. Das ist waehrend dem Shabbat naemlich nicht moeglich. Dann setzte wir uns noch in ein sehr schoens Kaffe das stark an Starbucks errinert und entspannten dort bei angenehmer Musik und einem guten Kaffe. Da wir gestern Abend ganz schoen viel Geld ausgegeben hatten beschlossen wir, diesen Abend im Hostel zu verbringen und ein bisschen Billiard zu spielen.

Nach unserem zweiten Tag in Jerusalem kann ich nur sagen, dass mich diese Sadt sehr fasziniert. Ich freue mich schon auf Morgen, wenn wir endlich den Felsendom besichtigen koennen und das israelische Museum.

Bis morgen dann, Alex und Christian.

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